Angst beginnt im Kopf… Mut auch.

Angst beginnt im Kopf… Mut auch.

Kennt Sie den Spruch: „Angst führt dazu, dass wir uns mit weniger zufrieden geben, als möglich wäre.“? Nun, jeder Mensch hat Ängste, setzt sich dadurch selbst Grenzen, macht die eigene Welt
kleiner. Sehr oft kommen Menschen zum Coaching, die angefüllt sind mit Ängsten.

Viele Menschen beschränken sich ständig durch ihre Ängste, ihre Vorurteile, ihr „ich kann das nicht“ – erlernte Hilflosigkeit nennt es die Wissenschaft. Man redet sich Handicaps ein und Grenzen,
die nur in unserem Kopf existieren, nirgends sonst. Natürlich muss man nicht jede Angst überwinden und nicht jedes Handicap lässt sich einfach so beseitigen. Ich sehe keinen Sinn darin,
meine Spinnen-Phobie psychologisch auszumerzen, zu selten verirrt sich mal eine in meine Welt. Und es hat für mich keinen Wert, daran zu arbeiten. Wenn ich aber einen großen Wunsch damit
verbinden würde, wenn es darum ginge, mich meinen Träumen und Lebenszielen näher zu bringen, doch, dann lohnt es sich.

Ich hatte die ersten 10 Jahre meines Lebens einen extremen Sprachfehler. Nur Menschen, die mir sehr nahe standen und mir zugetan waren, konnten mich zeitweise verstehen. Und ihr könnt mir
glauben, meine Schulkameraden waren das nicht. Ich wurde gemobbt und verunsichert, noch dazu war ich pummelig und im Sport einfach grottenschlecht, dafür ständig die Nase in Büchern. Heute
spreche ich vor Menschen, wie ich glaube, nicht so schlecht, und verdiene damit mein Geld. Mollig bin ich noch immer, aber mit 60 schauen die Menschen meiner Umgebung auf andere Dinge als meine
Figur.

Auch beim Lernen haben viele Menschen diese Ängste. Schaff ich das? Ohne Abitur/Matura? In meinem Alter? Mit 4 Kindern? Vor allem ältere Menschen glauben, Lernen sei nur etwas für junge Leute.
Früher, als man jung war, hatte man das Geld nicht oder die Zeit, heute könnte man es sich leisten, aber man hat Zweifel.

Und dann kommt reflexartig die Angst – kann ich das schaffen, ist das was für mich? Wie kann man das wissen, wenn man es nicht ausprobiert?

Wer immer nur das tut, was er schon gut kann, für den gibts keine Entwicklung. Blumen kaufen, zum Friedhof gehen, warten, bis ein Grab frei wird.

Pferde sind übrigens die größten Angsthasen. Fluchttiere nennt man das, zuerst wegrennen, dann schauen, ob es wirklich gefährlich war. Aber – wenn die Leitstute sagt, alles in Ordnung, dann IST
alles in Ordnung. Manchmal hilft es daher, sich eine Leitstute zu suchen. Mentor nennt man das wohl. Und auch im Coaching lernen wir, Ängste aufzulösen.

Kein Geld, keine Zeit und andere Gründe…

Kein Geld, keine Zeit und andere Gründe…

Ich hab einen Leitspruch, der mir wie kaum ein zweiter schon sehr oft im Leben geholfen hat: „Lass niemals einen Traum am Geld scheitern. Wenn der Traum groß genug ist, kommt auch das Geld.“ –
Oder eine Idee, wie man zu Geld kommen könnte. Wen kann man fragen? Wer würde helfen? Was könnte ich verkaufen oder zusätzlich tun, um Geld zu verdienen? Aber wohl gemerkt, nur wenn es brennt.
Wenn es ein echter großer Traum ist, nicht nur ein Wünschlein.

Und wie ist es mit dem zweiten großen „ich hab nicht –Thema“? Keine Zeit?

Ich glaube, ganz genauso. Der Spruch, „Zeit ist das gerechteste überhaupt, jeder hat genau gleich viel davon bekommen“ stimmt aber nur zu einem Teil. Bekommen vielleicht, aber es ist wie mit
einem Geschenk, das man irgendwo unter Müll vergraben hat, man sucht und sucht und sieht es nicht und findet sich irgendwann damit ab, dass man es nicht hat oder sogar nie hatte.

Und dann erlebt man immer häufiger, dass Menschen schon in jungen Jahren meinen – „wenn ich dann mal…dann mache ich das. Jetzt hab ich dafür keine Zeit.“

Mal abgesehen davon, dass uns niemand garantieren kann, dass es diese Zukunft, auf die wir warten, jemals geben wird, warum sollte man etwas, das man doch gern tun würde, in eine ferne Zeit
verschieben.

Und jetzt sage ich etwas noch viel Ketzerisches: Menschen, die sagen, ich würde so gern, aber ich habe keine Zeit, die lügen sich und andere an. Immer! Was ich da alles zu hören bekomme als
Ausrede, warum man ein Buch nicht lesen, eine Ausbildung nicht machen, einen Nebenjob nicht beginnen kann, unglaublich. Und so viele Schuldige, die so rein gar nichts dafür können.

Kinder zum Beispiel. Ja, ich hatte auch zwei, nicht einfach, erfordert viel Organisationstalent. Aber Hallo? Auf der ganzen Welt haben Menschen Kinder, meistens wesentlich mehr als wir hier. Und
auf der ganzen Welt müssen Menschen hart dafür arbeiten, dass sie am Abend was auf dem Teller haben oder sogar Wasser in der Flasche, weil das nicht einfach aus der Leitung kommt.

„Um ein Kind zu erziehen, braucht es ein Dorf.“ Ist so ein schöner afrikanischer Spruch. Also – Dorf suchen, sprich, mal andere Menschen um Hilfe bitten.

Pferde haben immer Zeit. Und sie spiegeln uns. Wenn ich hektisch bin und beim Putzen schon auf die Uhr schaue, dann kann ich sicher sein, meine Stute macht genau nichts von dem, was sie soll.
Kennt man doch auch von Kindern. Immer wenn man es eilig hat, trödeln sie am meisten.

Was mir Menschen nach einer Stunde oder einem halben Tag pferdegestützem Coaching aber auch sagen – „das war jetzt so entspannend, niemand wollte was von mir, ich durfte einfach sein.“

Einfach Sein! Die Zeit dafür ist genau jetzt!

Spiegelgesetze oder „Was ich aussende kommt zu mir zurück…“

Spiegelgesetze oder „Was ich aussende kommt zu mir zurück…“

Gerade beim Coaching mit Frauen geht es oft um den eigenen Wert. Frauen neigen dazu, sich schon vorbeugend zu entschuldigen, ihre Leistung nicht offen zu benennen, nicht auf sich aufmerksam zu
machen. Und neben vielen anderen Ursachen geht es auch hier um Spiegelgesetze. Spiegelgesetz heißt, meine Umgebung, Menschen, die mir begegnen, spiegeln mich, werfen also praktisch nur das
zurück, was ich selbst auch aussende.

Und jetzt fragen wir uns einfach:

Wie oft sage ich selbst über etwas – “das  ist zu teuer.”? Wie gehen wir mit der Leistung anderer Menschen um? Wertschätzend? Oder nörgeln wir herum, suchen das Haar in der Suppe, feilschen
ständig um den Preis? Lassen wir unsere Wünsche von einem Profi machen und zahlen den dann auch, oder basteln wir unsere Dinge lieber selbst, um Geld zu sparen?

Die meisten Menschen wollen heute überall Rabatte oder noch besser alles gratis, wollen handeln und feilschen. Macht man doch im Orient oder in Afrika auch. Ist doch lustig, und man hat dann so
ein schönes Gefühl der Jagdbeute. Ja, in Afrika handelt man. Aber ganz anders als bei uns. In Afrika will man eine bestimmte Ware kaufen, diese Ware gefällt einem, man teilt das dem Händler mit,
man sagt beispielsweise: “Sie haben die schönste Öllampe, die ich bisher hier am Markt gesehen habe. Wirklich, ich beglückwünsche Sie. So eine schöne Arbeit. Aber ich hab da ein kleines Problem.
Sie kostet 30 Euro und ich kann oder will nur 20 ausgeben.” Und dann einigt man sich irgendwann in der Mitte. Oder auch nicht. Aber keiner der beiden verliert dabei das Gesicht. Die Arbeit des
Anbieters wird wertgeschätzt.

Bei uns läuft Handeln eher so ab, dass man die Fehler in der Öllampe sucht, dass man die Ware schlecht redet, um so zu einem besseren Preis zu kommen. Man bucht einen an sich schon billigen
Urlaub und verbringt dann seine Zeit damit, irgendwas zu finden und zu fotografieren, damit man zuhause Geld zurück erhält.

Was alles sagt das aus? Über uns, nicht über den Anbieter von was auch immer. Über die Wertschätzung, die wir anderen zukommen lassen? Und genau das bekommen wir zurück.

Und noch etwas gehört zur Wertschätzung – Rechnungen sofort zu bezahlen. Macht auch den Kopf frei. In diesem Sinne, zuerst wie immer an sich arbeiten.

Pferde kennen das übrigens nicht. Die Leitstute in der Herde hat kein Problem damit, Gehorsam einzufordern. Sie macht sich keine Gedanken darüber, ob alle anderen sie dann noch lieben werden.

„Ich will dem Pferd doch nicht weh tun,“ höre ich oft im Coaching, wenn es darum geht, verteidige mal deinen Raum. Keine Angst, nur weil man 600kg mal ein wenig verscheucht, tut man dem Tier
damit nicht weh. Und es ist auch nicht beleidigt und entzieht uns seine Liebe. Eine wichtige Erfahrung.