Kein Geld, keine Zeit und andere Gründe...

 

Ich hab einen Leitspruch, der mir wie kaum ein zweiter schon sehr oft im Leben geholfen hat: „Lass niemals einen Traum am Geld scheitern. Wenn der Traum groß genug ist, kommt auch das Geld.“ – Oder eine Idee, wie man zu Geld kommen könnte. Wen kann man fragen? Wer würde helfen? Was könnte ich verkaufen oder zusätzlich tun, um Geld zu verdienen? Aber wohl gemerkt, nur wenn es brennt. Wenn es ein echter großer Traum ist, nicht nur ein Wünschlein.

Und wie ist es mit dem zweiten großen „ich hab nicht –Thema“? Keine Zeit?

Ich glaube, ganz genauso. Der Spruch, „Zeit ist das gerechteste überhaupt, jeder hat genau gleich viel davon bekommen“ stimmt aber nur zu einem Teil. Bekommen vielleicht, aber es ist wie mit einem Geschenk, das man irgendwo unter Müll vergraben hat, man sucht und sucht und sieht es nicht und findet sich irgendwann damit ab, dass man es nicht hat oder sogar nie hatte.

Und dann erlebt man immer häufiger, dass Menschen schon in jungen Jahren meinen – „wenn ich dann mal…dann mache ich das. Jetzt hab ich dafür keine Zeit.“

Mal abgesehen davon, dass uns niemand garantieren kann, dass es diese Zukunft, auf die wir warten, jemals geben wird, warum sollte man etwas, das man doch gern tun würde, in eine ferne Zeit verschieben.

Und jetzt sage ich etwas noch viel Ketzerisches: Menschen, die sagen, ich würde so gern, aber ich habe keine Zeit, die lügen sich und andere an. Immer! Was ich da alles zu hören bekomme als Ausrede, warum man ein Buch nicht lesen, eine Ausbildung nicht machen, einen Nebenjob nicht beginnen kann, unglaublich. Und so viele Schuldige, die so rein gar nichts dafür können.

Kinder zum Beispiel. Ja, ich hatte auch zwei, nicht einfach, erfordert viel Organisationstalent. Aber Hallo? Auf der ganzen Welt haben Menschen Kinder, meistens wesentlich mehr als wir hier. Und auf der ganzen Welt müssen Menschen hart dafür arbeiten, dass sie am Abend was auf dem Teller haben oder sogar Wasser in der Flasche, weil das nicht einfach aus der Leitung kommt.

„Um ein Kind zu erziehen, braucht es ein Dorf.“ Ist so ein schöner afrikanischer Spruch. Also – Dorf suchen, sprich, mal andere Menschen um Hilfe bitten.

Pferde haben immer Zeit. Und sie spiegeln uns. Wenn ich hektisch bin und beim Putzen schon auf die Uhr schaue, dann kann ich sicher sein, meine Stute macht genau nichts von dem, was sie soll. Kennt man doch auch von Kindern. Immer wenn man es eilig hat, trödeln sie am meisten.

Was mir Menschen nach einer Stunde oder einem halben Tag pferdegestützem Coaching aber auch sagen – „das war jetzt so entspannend, niemand wollte was von mir, ich durfte einfach sein.“

Einfach Sein! Die Zeit dafür ist genau jetzt!

 

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