Ätherische Öle fürs Pferd

 

Ich gestehe, ich war selbst anfangs skeptisch. Bei Menschen  arbeite ich ja schon lange mit Düften, aber meine Überlegung war – Pferde haben einen so viel ausgeprägteren Geruchssinn als Menschen, würde man sie nicht überfordern, geradezu schocken?

Nun, inzwischen bin ich vom Saulus zum Paulus mutiert, vor allem, seit ich meiner Stute immer wieder auch ätherische Öle anbiete, sie ihr aber nicht aufdränge.

Anbieten bedeutet – riechen lassen, zuerst an der geschossenen Flasche, dann an der offenen Flasche. Abstand dabei ungefähr 30cm. Flasche unbedingt festhalten, damit das Pferd sie nicht erwischt. Und schauen, was passiert.

 

 

Bei meinem Pferd passiert - wenn das Öl nicht passt und gerade nicht gebraucht wird - Kopf wegdrehen, Desinteresse, ja sogar Ohren zurück und deutliches Signal – verschwinde mit dem da.

Sehr oft aber möchte sie das Öl tief inhalieren (bei Pferden nennt man das Flehmen), manchmal wollen sie sogar die Hände abschlecken.  Und dann passt es einfach.

Pferde machen dabei noch etwas sehr Intelligentes, sie riechen zuerst mit einem Nasenloch, dann mit dem andern. Ihre beiden Gehirnhälften haben keine solche anatomische Verbindung wie bei uns Menschen, daher probieren sie sozusagen aus, ob es beiden Gehirnhälften gut tut und gefällt.

 

Ich verwende bei Pferden genauso wie bei Menschen nur selten ätherische Öle oral, ich gebe mir lieber ein wenig Trägeröl (ein neutrales fettes Öl) auf die Hand und dann einen Tropfen des gewählten Öls dazu. Einmal noch riechen lassen (vorsichtig immer, dass es nicht die empfindlichen Nüstern direkt berührt) und dann trage ich das Öl auf, massiere sanft, verreibe oder lasse auch meine Hand einfach nur irgendwo liegen.

 

Bitte beachten: Das tierische Fell nimmt ätherische Öle besonders gut auf, der Körper ist auch meistens schön warm, selbst bei Minustemperaturen. Aber bitte, ätherische Öle nicht auftragen direkt nach einer körperlichen Belastung oder in der größten Sommerhitze.

 

Zur Auswahl der Öle halte ich es persönlich ähnlich wie bei der Auswahl von Bachblüten. 

Ich „vermenschliche“ die Probleme. Angst bleibt Angst, Fremdeln, Schock, Vergangenheit, nicht zu viel Nähe usw.

Und was bei Menschen nahezu immer geht, funktioniert auch bei Tieren gut – Rose und Lavendel.

 

 

 

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